Selektives Lasersintern [SLS]

Funktionsweise

Funktionsweise SLS 3D Druckverfahren

Das von HP genutzte Jet Fusion ist ein pulverbasiertes Schmelzverfahren, wobei das Werkstück (3D Druckobjekt) in einem Pulverbett mit fast 100% Dichte isotrop gefertigt wird.

Über einen Druckkopf wird eine wärmeleitende Flüssigkeit (fusing agent) auf die oberste Pulverschicht auf die Stellen aufgetragen, wo das Bauteil entstehen soll und diese anschließend fixiert (verschmolzen). Zur besseren Oberflächen- und Konturenschärfe wird in einem zweiten Schritt an den Rändern der ersten Schicht des Druckobjektes eine weitere wärmeleitende Flüssigkeit (detail agent) mit 1.200 dpi aufgebracht und fixiert, wodurch scharfe und exakte Konturen entstehen. Danach wird eine neue Pulverschicht aufgetragen. Diese Schritte wiederholen sich bis zur kompletten Fertigstellung. Die Schichthöhe beträgt jeweils 80µm.

Das Verfahren ist sehr produktiv und genau. Zudem ist es kosteneffizient und sehr gut für Kleinserien geeignet, wo es teilweise bis zu 5.000 Stück Losgröße kostengünstiger als Spritzguss ist. Als Material kommt Polyamid 12 (PA12) zum Einsatz

Eigenschaften

Oberfläche

Auflösung bis 0,2 mm (Toleranz 0,2 %)
Teilgrößen bis 230 x 230 x 230 mm

Stückzahl / Kosten

genaues Fertigungsverfahren auch für hohe Stückzahlen bis 1000 Stück

Einsatzgebiete

mechanisch hoch belastbare und isotrope Druckobjekte
z.B. Lagerbuchsen, Zahnräder, Gehäuseteile

Material

Sintern von Polyamid 12 (PA12)

SLS Druckbeispiele

Konstruktionsempfehlungen SLS​

Lose Verbindungen​

Lose Verbindungen im SLS Konstruktionsempfehlungen

Toleranzen

Wände und Stäbe ​

Stufen im Bauteil

Stufen im Bauteil SLS Konstruktionsempfehlungen
Gelenke SLS Konstruktionsempfehlungen

Gelenke

Kosten

SLS 3D Druck - Verschachteln (nesting)

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